Stellenabbau im Kino

Die eierlegende Wollmilchsau

Wer welche Arbeiten im Kino macht, ist immer noch ganz unterschiedlich. Neben der Servicekraft, die von der Kasse über Gastro-Verkauf bis zu Einlass und Platzanweisung in allen Bereichen arbeitet, gibt es auch fest in bestimmte Bereiche eingruppierte MitarbeiterInnen, die ausschließlich in 'ihrem' Bereich arbeiten.

Viele Kinobeschäftigte schätzen die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen arbeiten zu können. Das macht den Job abwechslungsreicher und die Arbeit interessanter.

Aber es führt auch dazu, dass Arbeitgeber in Zeiten, in denen massiv Personal 'eingespart' wird, auf die Idee kommen, ihre Servicekräfte zur Feuerwehr im Betrieb zu machen. Überall muss eine Servicekraft dann einspringen - z.B. von der Kasse an die Gastro-Theke und von der Gastro-Theke noch mal schnell dem Einlass beim Aufräumen im Saal helfen.

Offiziell heißt das 'flexible Pesonalplanung'.

Weil alles so flexibel gehandhabt werden kann, braucht man natürlich auch weniger Personal. So denken zumindest die Arbeitgeber. Zwar gibt es tarifliche Regelungen, die genau das verhindern sollen, aber auch aus Betrieben mit Betriebsräten mehren sich die Signale, dass die Arbeitgeber immer noch nach Wegen suchen - notfalls auch am Tarifvertrag vorbei - Personal 'flexibler' zu machen.

Im Klartext bedeutet das für Kinobeschäftigte:

  • Stellenstreichungen in Betrieben
  • Arbeitsverdichtung für die verbleibenden KollegInnen.

Entgegen der Argumentation der Arbeitgeber wird die zu erledigende Arbeit nämlich keineswegs weniger. Wie auch - immerhin verzeichnet die FFA seit Jahren eine kontinuierliche Steigerung der Kinobesucher-Zahlen.

Tarifverträge sichern hier Arbeitsplätze und garantieren vernünftige Arbeitsbedingungen. Die Tarifverträge Filmtheater regeln z.B. genau, wie eine Servicekraft eingesetzt werden darf.

ver.di Kampagnen