Tarifverträge für Kinobeschäftigte

Tarifverträge sind die Grundlage für verbindliche Mindeststandards der Lohn- und Arbeitsbedingungen.

Geltungsbereich

Tarifverträge werden zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften abgeschlossen und gelten dann für die jeweiligen "Tarifparteien".

Das sind auf Arbeitgeberseite alle Kinobetriebe, die über eine Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband tarifgebunden sind.

Und alle Kinobeschäftigten, die in ver.di organisiert sind, haben aufgrund ihrer Mitgliedschaft bei der entsprechenden Tarifpartei der ArbeitnehmerInnen einen Anspruch auf die vereinbarten tarifliche Leistungen, der zur Not auch rechtlich durchgesetzt werden kann.

Für Kinobeschäftigte ohne Bindung an die Tarifpartei Gewerkschaft gilt, dass die meisten Arbeitgeber im Kino sie zwar auch nach tariflichen Regeln beschäftigen oder bezahlen - einen Anspruch darauf haben sie aber nur dann, wenn das ausdrücklich im Arbeitsvertrag erwähnt ist. Und das ist nur äußerst selten der Fall!

Übrigens:
Natürlich müssen Tarifverträge auch in den tarifgebundenen Kinos eingehalten werden, in denen es keine Betriebsräte gibt!

Tarifausschuss

Die in ver.di organisierten Kinobeschäftigten entsenden VertreterInnen in den Tarifausschuss Kino in ver.di; dort werden dann gemeinsam mit den zuständigen Hauptamtlichen (z.B. TarifsekretärInnen) die Inhalte und Forderungen für die nächste aktuelle Tarifrunde erarbeitet.

Der Tarifausschuss bestimmt außerdem, wer in der gewerkschaftlichen Verhandlungskommission mit den VertreterInnen der Arbeitgeberverbände der Kinobranche den Tarifvertrag aushandeln wird.

Inhalte

Tarifverträge können eine Vielzahl von Sachgebieten regeln. Insofern kann ein Tarifvertrag aus mehreren Vertragsteilen bestehen, die sich auf einzelne Bereiche beziehen und zusammen das Gesamtvertragswerk bilden.

Die Tarifverträge für Kinobeschäftigte regeln im Manteltarifbereich die grund-sätzlichen Bedingungen, zu denen im Kino gearbeitet wird und legen fest, welche Berufsgruppen es im Kino gibt.

Im Entgelttarifvertrag ist dann in den Entgelttabellen genau festgelegt, wer für was wie viel bekommt.

Die individuellen Beschäftigungsbedingungen dürfen nicht schlechter sein, als im geltenden Tarifvertrag vereinbart.

Ein Blick in die Tarifverträge lohnt sich also!

Alle Fragen zu den geltenden Tarifverträgen beantwortet das kino.netzwerk gerne. Ebenso kann jede Nichteinhaltung von tarifvertraglichen Ansprüchen dem kino.netzwerk gemeldet werden.

In Zusammenarbeit mit den Betriebsräten, falls gewünscht, kümmert sich das kino.netzwerk um eine Durchsetzung der Ansprüche. Außerdem erhalten ver.di-Mitglieder für die arbeitsrechtliche Beratung und Vertretung bei Gerichtsprozessen Rechtsschutz.

ver.di Kampagnen