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ver.di im Kino Babylon

ver.di im Kino Babylon

20. Oktober 2015

Da das Kino Babylon nicht Mitglied im Arbeitgeberverband ist, wurde im Jahr 2010 für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Neuen Babylon Berlin GmbH der bis dahin tariflose Zustand durch den Abschluss eines Haustarifvertrages beendet.

Vereinbart wurde die Übernahme des Bundestarifvertrages zwischen HDF Kino e.V. und ver.di Bundesvorstand in der Fassung vom 27. Januar 2009 mit abwei-chenden Regelungen. Diese abweichenden Regelungen betrafen insbesondere  die Aussetzung der Stufentabelle für die Vergütung und geringere Zuschlagsre-gelungen sowie kein Weihnachtsgeld.

Im Dezember 2013 wurde die unterste Gehaltsgruppe, aufgrund der Forderung des Zuwendungsgebers/Berliner Senat von bis dahin 7,74 € zum 1.1.2014 auf einen Stundenlohn von 8,50 € tarifvertraglich angehoben. Für einen Teil der Belegschaft, insbesondere im Bereich der Filmvorführer, gab es 5 Jahre keine Entgelterhöhung (Stundenlohn 9,03 €). Im Zeitraum 2010 bis
2015 betrug die Preissteigerungsrate +7,6% und zum Vergleich: Nebenan, am Alexanderplatz, beim CUBIX Kino würden Mitarbeiter und Filmvorführer für die gleiche Tätigkeit 10,96 bzw. 11,90 € (inklusive Zulage) erhalten. Die Eintrittspreise und die Preise für Einmietung sind seit 2010 um ca. 20% gestiegen. Auch die Anzahl der Besucher hat sich deutlich erhöht. Das Land Berlin zahlt jährlich 358.000,00 € und 361.500,00 € ab 2016 als Grundfinanzierung an die Betreiber sowie Projekt- bzw. Veranstaltungs-bezogen weitere Zuschüsse.

Fünf Jahre Verzicht sind genug! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Zum 31.12.2014 kündigte ver.di den Haustarifvertrag und forderte die Geschäfts-führung zu Tarifverhandlungen auf. Bei den zwei stattgefundenen Verhandlungs-terminen hat der Geschäftsführer, Herr Grossman, kein substantielles Angebot vorgelegt. Er vertröstete die Beschäftigten auf eine mögliche Entgelterhöhung ab 1.1.2016, weil nach seiner Aussage aus eigenen Mitteln kein Spielraum vorhanden sei. Trotz mehrmaliger Aufforderung, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, gab es bis heute keine Antwort seitens der Geschäftsführung. Die Mitarbeiter der Neue Babylon Berlin GmbH fordern:

  • die Übernahme der Tariftabellen des Bundestarifvertrages für alle Beschäftigten und damit eine angemessene Lohnerhöhung
  • die Abschaffung der einschränkenden Regelungen zum Bundestarifvertrag
  • eine verbindliche Mindestbesetzung während des laufenden Kino- und Veranstaltungsbetriebs nach den zu erwartenden Besucher-zahlen

Liebe Besucherinnen und Besucher des Kino Babylon,

fordern Sie mit uns den Geschäftsführer, Herrn Grossman
(Mail: grossman@babylonberlin.de/CC: betriebsgruppebabylon@gmail.com) auf, tarifliche Normalität einzuführen!

Die ver.di-Betriebsgruppe Kino Babylon