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Tarifauseinandersetzung Cinestar

ver.di fordert sofortiges Ende der Aussperrung von streikenden Beschäftigten

2. Juli 2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Geschäftsführung von Cinestar auf, in der laufenden Tarifauseinandersetzung sofort die Aussperrung streikender Beschäftigter zu beenden. "Streikende durch eine Aussperrung von ihrer Arbeit auszuschließen, ist eine vollkommen unangemessene und auch unverhältnismäßige Reaktion auf den legitimen Kampf unserer Kolleginnen und Kollegen für eine angemessene Bezahlung", sagte ver.di-Verhandlungsführer Holm-Andreas Sieradzki. Aussperrungen seien eine Eskalation der Arbeitgeber und absolut kein geeignetes Mittel, um eine Tarifauseinandersetzung zu einem gütlichen Ende zu führen; darüber müsse sich die Cinestar-Geschäftsführung bewusst sein. "Nach monatelangen Auseinandersetzungen sollte es jetzt das Ziel aller Beteiligten sein, sich konstruktiv zu überlegen, wie eine Lösung im Tarifkonflikt aussehen könnte."

Bereits seit Monaten stehen die Beschäftigten der Multiplex-Unternehmen Cinestar und Cinemaxx in einer grundlegenden Auseinandersetzung um existenzsichernde Löhne. Denn in der Kinobranche würden durchgängig Niedriglöhne gezahlt, die nur unwesentlich über dem Mindestlohn liegen.

"Es kann nicht sein, dass eine Kinokarte oder ein Snack-Menü mehr kosten, als eine Servicekraft pro Stunde verdient. Deswegen fordern wir ordentliche Lohnerhöhungen, auch, um zu verhindern, dass die Beschäftigten in der Altersarmut enden", sagte Sieradzki. Nachdem sowohl die Cinemaxx- als auch die Cinestar-Tarifauseinandersetzung in diversen Verhandlungen, Streiks und Aktionen noch immer nicht in der Nähe einer Einigung sei, würden die Tarifkommissionen nun am 4. Juli in Köln in einer gemeinsamen Sitzung die nächsten Schritte planen.

Denkbar sei auch eine Schlichtung.

Zur Pressemitteilung auf verdi.de