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Tarifverhandlungen stehen vor dem Scheitern

Yorck-Kinos

Tarifverhandlungen stehen vor dem Scheitern

11.03.2019

Nachdem ver.di die Yorck-Kino-Geschäftsführung bereits am 29. November 2018 zu Tarifverhandlungen aufgefordert hatte, konnten nach mehrmonatiger Weigerung der Arbeitgeberseite dann für den 26. Februar, den 5. März sowie den 12. März endlich die ersten drei Verhandlungstermine vereinbart werden. Das Ergebnis der ersten Gespräche ist jedoch mehr als ernüchternd.

Die Geschäftsführung der Yorck-Kinos lehnt jegliche Tariferhöhung, die über die bereits freiwillig für Oktober 2019 angebotenen 30 Cent hinausgeht, kategorisch ab und wirft ver.di vor, die schlechte ökonomische Lage der Kinobranche nicht anzuerkennen. Die Gefahr von Altersarmut, höhere Lebenshaltungskosten sowie die Mietsteigerungen in Berlin seien Ursache des Versagens der Politik, erklärte die Arbeitgeberseite und wies ihre eigene Zuständigkeit dafür zurück. Wer bei den Yorck-Kinos im Alter „hängengeblieben ist“, müsse nach Auffassung der Geschäftsführung mit Altersarmut rechnen.

ver.di fordert in den aktuellen Tarifverhandlungen unter anderem eine Lohnerhöhung um 80 Cent bis zu einem Euro und in zwei weiteren Stufen zu Jahresbeginn um je 50 Cent bei einer Laufzeit bis Ende 2021, Zulagen für Sonderveranstaltungen von 1,50 Euro bis 2 Euro pro Stunde sowie 28 bis 30 Tage Urlaub entsprechend der Betriebszugehörigkeit.

Sollten in der kommenden Tarifverhandlung am 12. März keine verbesserten Regelungen vereinbart werden können, kündigt ver.di an, würde über das Scheitern der Tarifverhandlungen und befristete Warnstreiks in den Yorck-Kinos entschieden werden.

Detaillierte Informationen zu den ersten beiden Verhandlungsrunden können hier im PDF-Format heruntergeladen werden: