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Ein Rettungsschirm für die Kinos

Ein Rettungsschirm für die Kinos

13. November 2020

„Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen // Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“ Das Zitat aus „Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht wird oft bemüht, aber selten passt es so treffend auf eine Situation, wie auf die, in der sich die Kinos in Deutschland nun mit dem zweiten Lockdown erneut befinden. Sie haben viel Geld in Hygiene-Konzepte gesteckt und seit der Wiedereröffnung im Frühsommer dennoch über das laufende Jahr Umsatzverluste von weit über 50 Prozent gemacht. Momentan belaufen sich die Einnahmen wieder komplett auf Null.

Wirtschaftshilfe für alle Kinos

ver.di, der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF KINO) und die großen Kinoketten Cinedom, Cinemax, Cinestar, Kinopolis und UCI haben sich deshalb zusammengetan und an die Bundesregierung appelliert, sicherzustellen, dass die zugesagten Mittel der außerordentlichen Wirtschaftshilfe ausnahmslos alle Kinos erreichen müsse – unabhängig von ihrer Größe und der Zahl ihrer Beschäftigten. Für die langfristige Absicherung der Kinowirtschaft bedürfe es zudem eines „Rettungsschirms Kino“, um Umsatzeinbrüche und Fixkosten über den November hinaus zu decken. Durch die erneuten Schließungen aller Filmtheater in Deutschland drohe anderenfalls eine schwerwiegende Krise der gesamten Branche, verbunden mit massiven Folgen auch für die Beschäftigten, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

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