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Noch keine Einigung nach sechster Verhandlungsrunde mit UCI

UCI Tarifrunde 2021

Noch keine Einigung nach sechster Verhandlungsrunde mit UCI

Berlin, 26. Oktober2021

Bei den Verhandlungen am 7. Oktober hatte UCI zugesagt, bis zum 15. Oktober einen Formulierungsvorschlag für die sogenannten Springerschichten an die Tarifkommission zu übermitteln. Leider kam der Vorschlag seitens UCI zu kurzfristig, sodass die Tarifkommission keine Chance hatte, eine Bewertung vorzunehmen. Auch hatte UCI keine weiteren Verbesserungen an der Lohntabelle, insbesondere in Bezug auf die neuen Erfahrungsstufen, vorgenommen – dies war ebenfalls am 7. Oktober zugesagt worden! Entsprechend enttäuscht und verärgert zeigte sich die ver.di-Verhandlungskommission und forderte die Arbeitgeberseite auf, sich in Zukunft an ihre Zusagen zu halten. Immerhin wollen wir für Euch vorankommen, sodass Eure berechtigten Lohnforderungen sich endlich niederschlagen!

Zulagenregelung, Jahressonderleistung und Gesamterhöhung

UCI hat in dem Vorschlag auf Forderung von ver.di die Zulagenregelung für Teamleiter*innen, Supervisor*innen, Lagerist*innen und Aushilfen Haustechnik aufgenommen. Für das Jahr 2021 soll die Zulage für Teamleiter*innen und Supervisor*innen bei 90 Cent, für das Jahr 2022 bei 95 Cent liegen, so hatte es die Tarifkommission auch gefordert. Für das Jahr 2021 soll die Zulage für Lagerist*innen und Aushilfen Haustechnik bei 1,20 € und für das Jahr 2022 bei 1,30 € liegen. Auch das stellt eine deutliche Steigerung zu den Vorjahren dar. In Sachen Sonderleistung liegt das aktuelle Angebot der Arbeitgeberseite bei 760 € für 2021 und bei 780 € für 2022. Wir finden: da geht noch was, UCI! Denn auch bei dem Vorschlag für die prozentuale Erhöhung der gesamten Lohntabelle müssen die Arbeitgeber noch nachlegen. Mindestens ein Prozent mehr als im aktuellen Vorschlag vorgesehen, fordert die Tarifkommission!

Viele Mantelfragen noch strittig

Nach wie vor will UCI einige Veränderungen im Manteltarifvertrag durchsetzen, so z.B. längere Befristungen oder „obligatorische“ Verfügbarkeit an Wochenenden. Hier hat sich die Verhandlungskommission ablehnend gezeigt, da diese Veränderungen einseitig zu Euren Lasten wären. Positiv bewertet wurde hingegen der Vorschlag seitens UCI, Nachtarbeitszuschläge konzernweit ab 23:00 Uhr, statt mancherorts erst ab 24:00 Uhr, zu zahlen. Da vielen Mantelfragen noch strittig sind und die Tarifkommission zu Formulierungsvorschlägen zusammenkommen will, wurden die Verhandlungen auf November vertagt. Die Arbeitgeberseite wurde dazu aufgefordert, die noch fehlenden Verbesserungen nachzuliefern. Eine weitere Verhandlungsrunde kann erst dann vereinbart werden, wenn die Arbeitgeberseite die versprochenen Verbesserungen an die Tarifkommission übermittelt hat und diese bewertet werden können. Wir halten Euch auf dem Laufenden!